Was spricht für ein verschlüsseltes Werk
- was dagegen?
Ein
Code, der in einem verschlüsselten
Werk eingebet-tet wurde, weil man ihn den Empfängern aus irgendwel-chen
Gründen nicht separat zukommen lassen kann, muss zwingend auf sich selbst
hinweisen, damit andere für die das Werk bestimmt ist, ihn wahrnehmen.
Sollten die Nostradamus-Prophezeiungen nur an eine bestimmte Person adressiert
sein bzw. an einen kleinen Kreis von einge-weihten Personen, wird das Erkennungssignal
so beschaf-fen sein, dass die Adressaten wissen, wie und wo sie zu suchen
haben.
In diesem Fall der Nostradamus-Centurien könnte das u.a. ein kleines Symbol auf der Eingangsseite zu den Prophezeiungen sein: ein kleines tropfenförmiges Herz mit einigen Ranken darüber. Genau dieses Zeichen taucht auch in zahlreichen anderen Werken dieser Zeit auf, die nicht aus der Feder des Michel Nostradamus stammen.
Die vierzeiligen Verse in den Nostradamus-Prophezeiun-gen, die in poetischer Gedichtform als Reime verfasst wurden, könnten ebenfalls auf einen Schlüssel verwei-sen. Denn diese Schreibweise garantiert, dass Drucker und Verleger sie nicht nach eigenem Gutdünken will-kürlich verändert, sondern dass die Texte Zeile für Zeile so beibehalten werden, wie der Verfasser (hier Nostradamus) sie an den Leser weiterreichen möchte.
Für eine Verschlüsselung spricht auch die unübliche
Nu-merierung der einzelnen Vierzeiler, die man in dieser Zeit in anderen Prosawerken
nicht findet. Die Prophe-zeiungen zu numerieren, erinnert an die biblische
Pra-xis, wo durch Aussprüche und Zitate durch eine Numerie-rung leichter
auffindbar wurden. Es gibt noch zahlrei-che andere Hinweise, dass Nostradamus
sein Werk tat-sächlich verschlüsselt haben könnte. Auch seinen
eige-nen Hinweis, er habe "das geheime Erbwort zu seinen Voraussagen
in seinem Inneren eingebettet", sollte man nicht unterbewerten.
Andere Dinge, auch die Person des Michel Nostradamus selbst, lassen den Schluss
zu, dass uns Nostradamus ein verschlüsseltes Werk hinterlassen hat. Und
dass es ihm ein Bedürfnis war, einige Eingeweihte und Geheimbündler
(Symbol des tropfenförmigen, leidenden Herzens Jesu) von seiner 'Außergewöhnlichkeit'
zu überzeugen. Dies dürfte ihm schon mit Hinsicht auf die lauten
Proteste, Verschmähungen und Anfeindungen einiger damals hoch an-gesehener
Gelehrter wichtig gewesen sein, zu denen an vorderster Front der Humanist
Julius Cäsar Scaliger (eigentlich "César de l'Escalle")
zählte. Vom Freund und Mäzen wurde dieser zum erbittersten Gegener
des Nostradamus. Scaliger war vermutlich ein sehr aktives Mitglied eines Geheimbundes
(vermutlich der 'Templer') und dessen zornige Aufrufe gegen den "üblen
Scharlatan Nostradamus" könnten den Seher durchaus dazu bewogen
haben, in der Sprache der Templer nun seinerseits Sca-liger bloßzustellen.
Doch dies gehört jetzt noch in den Bereich der Spekulation.
Gehen wir Zug um Zug vor, um das Geheimnis des Michel Mostradamus zu lösen...
Weiter mit:
Die geheimen Codes der Nostradamus-Epoche...
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+++ Die
Schreib-
weise als poetische Gedichtform garantiert, dass
die Texte Zeile
für Zeile tatsäch-
lich auch so den
Leser erreichen,
wie es der Verfas-
ser beabsichtigt
hat.

Die Frage scheint mir mehr als be-rechtigt. Seit einigen Jahrhunder-ten forscht Gott und die Welt nach dem berühmten Nostradamusschlüssel ob es ihn aber tatsächlich gibt, fragt selten jemand. Doch genau an diesem Punkt sollte die Suche nach einem versteckten Code beginnen!

+ + + H o m e p a g e v o n B e n j a m i n C a s e
Nur wenn man weiß, dass es überhaupt etwas zu suchen gibt, wird es sinnvoll ein Werk genauer unter die Lupe zu nehmen. Alles andere wäre reine Zeitvergeudung. Und - ich denke das leuchtet jedem ein - es muss in der Praxis leichter sein, einen (noch unbekannten) Code nachzuweisen, als diesen zu knacken. Kann dieser Nachweis mit hoher Sicherheit erbracht werden, dann ist man praktisch schon mit dem Werk so ver-traut und kennt seine auffallensten Merkmale, dass auch der Einstieg in den Schlüssel leichter fällt...


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Benjamin Case
