Die engstirnigen Dogmen, die wachsenden Widersprüche zwischen Theorie
(Bibel etc.) und der kirchli-
chen Praxis, das rücksichtslose Machtstreben und die bestialischen Verbrechen
der christlichen "Kir-
chenväter" brachten immer wieder Menschen zum Nachdenken und zur Auflehnung
gegen die Theokratie.
Ein
Beispiel: Nach der Bibel schuf der Christengott den Menschen nach
seinem Vorbild und setzte ihn
(bzw. Adam und Eva) in den Garten Eden. Hier verführte Luzifer (der Lichtbringer)
die Menschen dazu, ei-
en Apfel vom Baum der Erkenntnis zu essen. Dadurch wurde den Menschen ihr
Menschsein bewusst
und wegen dieser "Erbsünde" wurden sie von dem Christengott aus dem Paradies
vertrieben. Das Licht
des Geistes, der Erkenntnis ist für den Christengott also eine "Sünde" !
Ein weiteres Beispiel: In der Bibel steht das
Gebot: Du sollst keine Abbilder schaffen... Nun, wenn man
eine katholische Kirche betritt, wird man von Abbildern regelrecht erschlagen.
Überall stösst man auf
"Heiligenbilder", Götzenfiguren usw. Es gibt zahllose weitere Beispiele,
doch die allein würden unzählige
Bücher-Bände füllen (s. die 10 Gebote, wahre Frömmigkeit, Zölibat, Sündenvergebung,
Heiligsprechung).
Durch zahllose unbestreitbaren Tatsachen der christlichen Dogmen gerieten
viele Menschen ins Grübeln
und folgerten daraus, daß der Christengott kann kein guter Gott sein
könne, wogegen Luzifer den Men-
schen das Menschsein vermittele. Aus diesen Grundgedanken entstand die Gegen-Religion
des Satanis-
mus. Die Satanisten stellten die Gegensätze der Gottheiten zusammen, die
zu ihrer geistigen Grundlage
wurde.
Ein paar Beispiele aus der Satanisten-Philosophie:
Der Christengott schuf die Engel und seine Welt des Unsichtbaren.
Der Gott Luzifer schuf das Sichtbare,
das Körperliche und Vergängliche. Er schuf die Leidenschaften,
die Erde und die Natur.
Der Christengott stellt über alles sein Gesetz, die Demut und Ergebenheit.
Er verlangt von seinen An-
hängern: Seid arm an Geist, denn nur so kommt
ihr in das Himmelreich. Forscht nach keinen Ursprung
und keinen Zielen. Denn ich allein bin alle Vergangenheit
und alle Zukunft.
Der Gott Luzifer ist der Gott der Regellosigkeit,
des Forscherdranges. Er ist der Gott des Trotzes, der al-
le Regeln und Gesetze über den Haufen wirft.
Er ist die höchste Weisheit und der wildeste Stolz. Er hat
den Wagemut geheiligt und nennt ihn Heldentum.
Er heiligt die Neugierde und nennt sie Wissenschaft.
Er bringt den Menschen die Kräuter und
lehrt, sie als Heilmittel zu nutzen. Er offenbart den Menschen die
Schätze der Erde. Er lehrt den Menschen die machtvolle
Magie zum eigenen Vorteil einzusetzen.
Der
Christengott hasst die irdische Schönheit. Er lehrt die Nichtigkeit und
Vergänglichkeit der Welt. Jedes
fleischliche Verlangen ist eine Sünde,
die mit den härtesten Bussen bestraft wird. Er verflucht die Dichter
und philosophen und er warnt vor den Farben.
Die Heilkräfte der Natur werden verdammt. Denn er sen-
det uns Krankheiten, um die Menschen einen
Teil ihrer Sünden auf Erden abbüssen zu lassen.
Der Gott Luzifer
ist auch der Gott der Instinkte und der fleischlichen Lust. Er ist der unerschöpfliche
Quell
der Lebensfreude, der Begeisterung und des
Rausches. Er hat den Frauen die Verführungskünste ge-
lehrt; die Musik und den Tanz erfunden.
Gott Luzifer ist der alleinige Beherrscher der Erde. Er ist ein Gott von Uranfang
an, dessen Machtsphäre
weit in das Reich des Christengottes hineinragt,
überragt. Er allein ist der Vater des Lebens, der Fort-
pflanzung, der Entwicklung
und der ewigen Wiederkehr. Nicht Luzifer, sondern der Christengott ist die
Verneinung des Lebens und aller Leidenschaften.
Gott Luzifer ist das Positive, das Ewige an sich. Er ist der Gott des Gehirns.
Er unterstützt die revolutionä-
ren Gedanken, die Gesetze
umstossen und Tafeln zertrümmern. Er regt die Neugierde an, das Verborge-
ne zu enträtseln, die Geheimnisse zu deuten.
Er schürt den Wagemut, der auf der Suche nach besseren
Lebensbedingungen die Erde aufwühlt.
Alles Grosse in der Welt entstand, weil es den Gesetzen des Christengottes
widersprach. Gegen diese
Gesetze war der Trotz des Galilei, als er sagte:"...und sie bewegt sich
doch!" Von Luzifer kam die Neugier-
de, die Columbus nach unbekannten Ländern trieb. In Luzifers Namen hat Nietzsche
die Umwertung aller
Werte gelehrt; in seinem Namen träumt der Revolutionär von der Umgestaltung
der Welt; in seinem Namen
schafft der Künstler, dessen Werke man im Verborgenen sieht oder liest.
Und noch etwas an satanischen Philosopien: